Medienkompetenz & Medienbildung

Die Faszination und Begeisterung, die Kinder Medien und ihren Inhalten entgegenbringen, birgt eine große Motivation in sich, die für den Bildungsprozess nicht ungenutzt bleiben sollte. Durch den aktiven und kreativen Umgang mit Medien erhalten Kinder einen Blick hinter die Kulissen der Medienwelt: Sie lernen spielerisch, wie Medien gemacht werden. Dadurch kann eine kritische Auseinandersetzung und bewusstere Mediennutzung gefördert werden. Das Lernen mit Medien eröffnet auch Chancen zum Lernen über Medien. Aber: Technik alleine ist noch keine Medienpädagogik! Von zentraler Bedeutung ist es, das Warum & Wie des Medieneinsatzes im Team zu erarbeiten. Fachkräfte und Institution müssen eine Haltung zum Thema Medien in der Lebenswelt von Kindern und in der Kita entwickeln. Sie müssen sich darüber verständigen, wie Medien als Thema und Werkzeug situativ in den pädagogischen Alltag integriert werden können und sollen, welche Ziele damit verbunden sind und wie diese in der Konzeption verankert werden sollen.

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Die Rolle der Haltung in der Pädagogik
Nicht die Geräteausstattung der Einrichtung oder die Fortbildungen entscheiden darüber, ob eine Fachkraft medienpädagogisch aktiv wird, sondern ihre persönliche Einstellung, ihre Haltung. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Haltung? Was hat die Haltung mit Medienkompetenz zu tun? Und wie kann man seine eigene Haltung überprüfen und verändern? Damit befasst sich ein Dossier auf gutes-aufwachsen-mit-medien.de, das neben einem einführenden Grundlagenartikel von Gudrun Marci-Boehncke auch vertiefende Links enthält: www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren

Was ist Medienkompetenz?

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Der Medienpädagoge Dieter Baacke (1934 – 1999) versteht Medienkompetenz als Teil kommunikativer Kompetenz und hat den Begriff in die vier Dimensionen Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung gegliedert.
Es geht also explizit nicht nur um das Bedienen von technischen Geräten, sondern darum, Medien für eigene Zwecke und Bedürfnisse verwenden zu können, sich kritisch und kompetent mit Medien und ihren Inhalten und Wirkungen auseinanderzusetzen und auch eigene Medienbeiträge erstellen zu können.

Was ist Medienbildung?

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Medienbildung umfasst alle Bildungsaktivitäten, die darauf abzielen, Kinder medienkompetent zu machen.

Lernen über Medien sollte die altersgemäße, spielerische und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit folgenden Bereichen umfassen:

  • Welche Medien gibt es? Wie funktionieren die?
  • Wofür brauche ich die? Wie nutze ich Medien? Wann schalte ich sie aus?
  • Wie werden Medien gemacht? Wie kann ich selbst “Medien machen”?

Medienbildung meint auch das Lernen mit Medien,
also den Einsatz von Medien als Werkzeuge im Bildungsprozess:

  • als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel eigener Ansichten, Ideen, Überlegungen
  • als Informationsquelle
  • zur Dokumentation von Prozessen und Ergebnissen
  • zur Präsentation und Veröffentlichung von Prozessen und Ergebnissen

Zum Weiterlesen

www.lmz-bw.de/grundlagen-medienbildung.html
Umfangreiches Dossier zur Medienbildung / Mediendidaktik des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg

www.medienkompetenzportal-nrw.de/grundlagen/begriffsbestimmung.html
Dossier mit Begriffsbestimmung und Handlungsfeldern der Medienkompetenz des Medienkompetenzportals NRW