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Bilder vertonen mit Storyrobe

Diese App für Apples iOS kann „nur“ zwei Dinge, mit denen sich aber viele Ideen kreativ umsetzen lassen: Fotos aufnehmen und anordnen und zu jedem Bild Ton aufzeichnen. Das fertige Produkt ist immer ein Film, den man auch auf PCs anschauen kann. Für welchen Inhalt man diese Funktionen nutzt, wird nur durch die eigene Kreativität begrenzt: Möglich sind Fotostorys, Erklärfilme, Dokumentationen eines besonderen Ereignisses, Liedverfilmungen …

Ganz übersichtlich gehts los...

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Im Startbildschirm wählt man eine vorhandene Geschichte zum Bearbeiten aus oder tippt auf das „+“, um eine neue zu beginnen. Es öffnet sich der Bearbeitungsmodus. In der oberen Hälfte kann man einen Titel eingeben und in einem Vorschaufenster jederzeit den Film betrachten, so weit wie er bisher erstellt wurde.

Den größten Platz beanspruchen darunter die verwendeten Fotos, die nebeneinander angeordnet werden. Man bewegt sich durch die Bilderleiste mit einem Wisch nach links oder rechts. Ein kleines Lautsprecher-Symbol rechts unten im Foto signalisiert, dass hierzu bereits Ton aufgenommen wurde. Am Balken darunter erkennt man, wie lang die Aufnahme ist. Im fertigen Film wird jedes Bild genau so lange angezeigt, wie die entsprechende Audioaufnahme dauert.

Bilder einfügen ...

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Über das „+“-Symbol können vorhandene Bilder eingefügt oder neue direkt mit der eingebauten Kamera aufgenommen werden. Es empfiehlt sich, Fotos zunächst mit der Kamera-App zu erstellen und anschließend in Storyrobe zu importieren. Denn nur dann sind die Bilder auch für andere Zwecke in der Galerie des iPads vorhanden.

Je nach Alter der Kinder lohnt es sich, vorab ein Storyboard zu entwickeln. Das muss nicht schriftlich geschehen: Die geplanten Bilder einer Geschichte können auch einfach skizziert werden. Das hilft, beim Produzieren den Überblick zu behalten. Bei jüngeren Kindern ist es manchmal einfacher, die notwendigen Fotos im Entstehungsprozess „live“ zu erarbeiten: „Was geschieht als nächstes in der Geschichte? Wie müsste ein passendes Bild aussehen?“

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Stimmt die Reihenfolge der Bilder nicht, lässt sich diese über die rechte Schaltfläche ändern: Die Fotos werden untereinander angezeigt. Durch ein Tippen auf die drei Striche in jeder Zeile ganz rechts kann man diese an eine andere Stelle ziehen. Einzelne Bilder können hier auch wieder aus der Geschichte gelöscht werden. Das Minus-Symbol links in jeder Zeile erfüllt diesen Zweck.

Die Schaltflächen in Storyrobe sind übrigens alle in englischer Sprache. Da aber überhaupt nur ein paar wenige Worte vorkommen, können sich selbst Kinder schnell merken, welche Funktion hinter dem einen oder anderen Wort steckt.

vertonen …

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Ein Fingertipp auf das Aufnahme-Symbol (roter Kreis) startet direkt die Audioaufzeichnung zu dem gewählten Bild. Hier lauert eine kleine Falle der App: Eine vorhandene Aufzeichnung wird sofort ersetzt, und da es keine „Rückgängig“-Funktion gibt, kann diese nicht wiedergeholt werden.

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Der fortschreitende rote Balken signalisiert die Tonaufnahme. Mit dem Pause-Symbol in der Mitte lässt sich diese unterbrechen und für das gewählte Bild fortsetzen. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn auch während die App im Pausen-Modus ist, kann man durch die Bilderleiste wischen. Die fortgeführte Aufzeichnung gilt aber immer für das orange umrandete Bild. Erst ein Tipp auf das linke Quadrat-Symbol beendet die Aufzeichnung.

Mehrere nacheinander folgende Bilder lassen sich auch in einem Durchgang vertonen: Dazu tippt man während der Audioaufzeichnung auf das Pfeil-Symbol rechts. Die App wechselt zum nächsten Foto, während die Vertonung ohne Unterbrechung weitergeführt wird. In Liedern beispielsweise können einer Strophe auf diese Weise mehrere Bilder zugeordnet werden.

… und veröffentlichen

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Fertige Filme könne über das Teilen-Symbol entweder in die „Fotos“-App gelegt werden, per E-Mail verschickt oder direkt auf YouTube hochgeladen werden. Für Letzteres ist natürlich ein entsprechendes Konto notwendig. Da diese Funktion nicht kindergesichert ist, sollte man auf einem gemeinsam genutzten iPad das Anmelden bei YouTube vermeiden. Durch einen falschen Wisch werden sonst versehentlich Videos online gestellt, ohne dass womöglich Bildrechte der Abgebildeten geklärt sind.

Storyrobe bietet mit ganz einfachen Möglichkeiten viel Freiraum für Kreativität. Leider wird die App nicht mehr weiterentwickelt. Man merkt dies zum Beispiel daran, dass die Hilfe-Schaltfläche auf der Startseite schon längere Zeit keine Funktion mehr besitzt. Für die Erstellung toller Medienprodukte sind die vorhandenen Funktionen aber bestens geeignet.